Nächstenliebe – Wie geht das gesund?

Nächstenliebe – Wie geht das gesund?

Hallo ihr Lieben! Schön, dass ihr wieder bei meinem Blog vorbeischaut. Heute geht es um ein Thema, das besonders in der Adventszeit immer wieder im Vordergrund steht: Nächstenliebe. Aber wie funktioniert das eigentlich, ohne dass man sich selbst dabei verliert? In meinem neuesten Podcast habe ich über die fünf wichtigsten Aspekte gesprochen, die für mich Nächstenliebe ausmachen. Hier fasse ich die wichtigsten Punkte nochmal für euch zusammen.

Was bedeutet Nächstenliebe für mich?

Nächstenliebe bedeutet für mich in erster Linie, die Liebe, die ich für mich selbst und das Leben empfinde, an andere weiterzugeben. Das ist kein Akt der Selbstaufopferung, sondern ein Gefühl, das von innen kommt. Liebe tut nicht weh, sie schadet nicht und verlangt keine Opfer. Echte Nächstenliebe basiert auf Authentizität und setzt voraus, dass wir uns selbst lieben. Denn nur wer sich selbst liebt, kann auch anderen Liebe schenken.

Wichtig ist dabei: Nächstenliebe bedeutet nicht, Erwartungen an das Gegenüber zu stellen. Sie ist kein Tauschgeschäft und sollte frei von Bedingungen sein. Und jetzt zu den fünf Punkten, die ich für mich definiert habe.

1. Nächstenliebe ist keine Selbstaufopferung

Ein ganz wichtiger Punkt: Du kannst nur das geben, was du auch wirklich hast. Alles darüber hinaus führt zu Überforderung und schadet dir selbst. Nächstenliebe bedeutet, zu teilen, was man hat – sei es Liebe, Zeit, Aufmerksamkeit oder auch Geld. Aber nur, wenn deine Kapazitäten es zulassen. Besonders in der Adventszeit werden wir oft mit Spendenaufrufen und Hilfsaktionen bombardiert, was schnell zu einer Reizüberflutung führen kann. Hier ist es wichtig, bewusst auszuwählen, was für dich stimmig ist.

2. Verständnis – der Schlüssel zur Nächstenliebe

Für mich ist Verständnis eine der höchsten Formen von Nächstenliebe. Es geht darum, andere so anzunehmen, wie sie sind, ohne Kompromisse. Verständnis schafft ein Gefühl von Zugehörigkeit und Respekt. Es fordert uns dazu auf, uns mit anderen wirklich auseinanderzusetzen – ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen zu verstehen. Und das gilt für jeden Menschen, unabhängig davon, wie unterschiedlich er von uns ist. Diese Vielfalt anzunehmen, ist ein wichtiger Schritt zu echter Nächstenliebe.

3. Empathie – Mitfühlen statt Mitleiden

Empathie ist die Fähigkeit, sich in die Gefühle anderer hineinzuversetzen. Oft wird Mitgefühl mit Mitleid verwechselt, aber das ist nicht dasselbe. Empathie bedeutet, mit anderen zu fühlen, ohne selbst darunter zu leiden. Sie erlaubt es uns, eine tiefe Verbindung zu unseren Mitmenschen aufzubauen. Und je besser wir uns selbst kennen und verstehen, desto mehr Empathie können wir anderen entgegenbringen. Das macht Nächstenliebe zu einer gegenseitigen Bereicherung.

4. Akzeptanz – Menschen so annehmen, wie sie sind

Akzeptanz bedeutet, andere Menschen in ihrer Einzigartigkeit anzunehmen, ohne sie zu bewerten. Jeder Mensch hat das gleiche Recht, so zu sein, wie er ist, und ist genauso wertvoll wie du selbst. Natürlich kann es herausfordernd sein, diese Akzeptanz wirklich zu fühlen – besonders, wenn jemand komplett anders ist als man selbst. Aber genau das ist der Kern der Nächstenliebe: den Wert eines jeden Menschen zu sehen und zu respektieren.

5. Geben, ohne zu erwarten

Das ist wohl eine der schwierigsten Aufgaben, vor allem in der Weihnachtszeit. Oft erwarten wir unbewusst etwas zurück, wenn wir geben – sei es in Form von Anerkennung, Dankbarkeit oder Gegenleistungen. Doch echte Nächstenliebe ist bedingungslos. Sie braucht keine Bühne und keinen Applaus. Wenn du gibst, dann gib aus vollem Herzen, ohne Erwartungen. Denn Liebe ist kein Tauschgeschäft.

Fazit: Nächstenliebe beginnt bei dir selbst

Am Ende des Tages beginnt Nächstenliebe immer bei uns selbst. Je mehr wir uns selbst lieben und annehmen, desto mehr können wir anderen Liebe schenken – ohne uns dabei zu verlieren. Die Adventszeit bietet uns eine wunderbare Gelegenheit, innezuhalten und unser eigenes Verständnis von Nächstenliebe zu überdenken. Lass uns diese Zeit nutzen, um Liebe zu verbreiten, auf eine gesunde und authentische Weise.

Ich bin gespannt, wie ihr das Thema Nächstenliebe für euch interpretiert. Was bedeutet es für euch, Liebe zu geben, ohne euch selbst aufzuopfern? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren!

Hör dir die vollständige Episode hier an: Nächstenliebe – Wie geht das gesund?