Let‘s Talk about PMS
Let‘s Talk about PMS – Leben in der Teilzeithöhle
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von „THE KIM THING“! Heute sprechen wir über ein Thema, das viele Frauen betrifft – das Prämenstruelle Syndrom, kurz PMS. Ich bin selbst seit meiner Jugend betroffen und möchte heute meine Erfahrungen teilen, um dir zu helfen, dieses oft unterschätzte Thema besser zu verstehen. Vielleicht erkennst du dich ja wieder oder möchtest für dich neue Ansätze entdecken, um besser damit umzugehen. Lass uns direkt loslegen!
Was ist PMS überhaupt?
Wenn man PMS googelt, stößt man auf die Definition eines Bündels aus körperlichen und psychischen Beschwerden, die einige Tage bis zwei Wochen vor Einsetzen der Periode auftreten. Zu den körperlichen Symptomen gehören oft Spannungsgefühle in der Brust, Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Heißhunger, Hautunreinheiten und sogar Gewichtszunahme. Für viele Frauen sind aber die psychischen Beschwerden noch belastender, wie z.B. Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme oder Schlafstörungen.
Ich selbst habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass diese Symptome nicht bedeuten, dass mit mir etwas „nicht stimmt“. Mit der Mitte meiner 20er entwickelte ich ein stärkeres Bewusstsein für meinen Körper, meinen Geist und meine Seele. Und irgendwann war klar: Das war PMS. Doch was genau passiert da eigentlich?
Mein persönlicher Umgang mit PMS
Bei mir beginnt PMS immer ein bis zwei Tage nach dem Eisprung. Ich merke es körperlich an einem Ziehen im Unterleib und in den Leisten. Diese Phase endet dann mit dem Einsetzen der Periode – und zwar nicht mit den ersten Blutungen, sondern erst, wenn die Periode richtig begonnen hat. In der Zeit davor fühle ich mich oft wie in einer Art „nebligem Zustand“. Es ist, als würde sich eine graue Wolke über meine Emotionen und mein Denken legen. Und mit der Periode lichtet sich dieser Nebel plötzlich wieder.
In dieser Phase kämpfe ich mit Stimmungsschwankungen, Gereiztheit und einer tieferen Traurigkeit, die manchmal sogar depressive Züge annimmt. Ich bin müde, erschöpft und kämpfe mit Selbstwertproblemen – nicht zuletzt, weil ich in dieser Zeit oft Wassereinlagerungen bekomme und mich aufgequollen fühle. Und das alles, obwohl ich mir dessen bewusst bin und weiß, dass diese Gefühle hormonell bedingt sind. Es ist ein unglaublich herausforderndes Gefühl, zu wissen, dass das alles „nicht real“ ist, und es trotzdem so intensiv zu erleben.
Warum es so schwierig ist, Hilfe zu finden
In meinen 20ern habe ich viele Experten aufgesucht – von Frauenärzten bis hin zu Endokrinologen. Doch leider blieb die Hilfe aus. Es gibt keine allgemeingültige Lösung für PMS. Die Vorschläge reichten von hormonellen Behandlungen wie der Pille bis hin zu leichten Antidepressiva. Aber weder das eine noch das andere war für mich eine Option. Ich wollte keine Medikamente nehmen, die womöglich mehr Nebenwirkungen als Nutzen bringen.
Das Thema Hormone ist in der Medizin noch immer ein unerforschtes Feld, und die Behandlungsmöglichkeiten sind oft unspezifisch und individuell unterschiedlich. Das bedeutet: Am Ende des Tages musst du lernen, selbst mit deinen Symptomen umzugehen und deinen eigenen Weg zu finden.
Mein Ansatz: Bewusst leben und gut für mich sorgen
Der Schlüssel liegt für mich darin, bewusst mit meinem Körper und den hormonellen Veränderungen umzugehen. Ich habe mir fest vorgenommen, mich in dieser Zeit besonders gut um mich selbst zu kümmern. Das bedeutet, auf meine Ernährung zu achten, ausreichend zu schlafen und mir Pausen zu gönnen, wenn ich sie brauche. Auch Bewegung, Yoga und Meditation helfen mir, in dieser Zeit besser durch den Tag zu kommen.
Wenn du vermutest, unter PMS zu leiden, kannst du deinen Zyklus besser beobachten, z.B. durch Temperaturmessung oder Apps, die den Eisprung und die verschiedenen Zyklusphasen tracken. So kannst du ein besseres Verständnis für deinen Körper entwickeln und mögliche Zusammenhänge erkennen.
Fazit: Du bist nicht allein
PMS ist eine Herausforderung, aber du bist damit nicht allein. Das Wichtigste ist, dass du dir bewusst machst, dass diese Symptome hormonell bedingt sind und dich nicht definieren. Du bist nicht falsch oder „kaputt“. Mit einem bewussten Umgang und der richtigen Selbstfürsorge kannst du lernen, besser damit umzugehen und dir selbst zu helfen.
Ich hoffe, dieser Blogpost hat dir geholfen, mehr über PMS zu erfahren und dich inspiriert, dich selbst und deinen Körper besser zu verstehen. Teile gerne deine Erfahrungen in den Kommentaren oder lass mich wissen, welche Strategien dir helfen. Ich freue mich auf den Austausch mit dir!