Backgroundcheck: Vom Überlebensmodus zum Good Life

Real Life Update. Diese Folge ist anders: kein klassisches “Heute sprechen wir über…”, sondern ein ehrlicher Backgroundcheck. Ich wollte dir einmal sauber den Kontext geben, warum es diesen Podcast gibt – und warum ich über Business, Heilung und “Good Life” sprechen kann, ohne dass es sich nach Coaching-Schablone anfühlt.

Nachfolgend kannst Du dir Folge anhören. Darunter geht der Beitrag zum lesen weiter.

Warum es (noch) kein komplettes Videopodcast-Format gibt

Ich spiele schon lange mit dem Gedanken, aus dem Podcast ein Videoformat zu machen. Und ja – das kommt auch. Aber ich will, dass es wirklich gut wird. Video ist einfach gnadenloser als Fotos: Licht, Kamera, Perspektive, alles muss passen. Und ich will in einem Videopodcast nicht “besser” aussehen als in echt – aber ich möchte wenigstens so aussehen, wie ich in echt aussehe. Ohne drüber zu filtern und ohne diesen unprofessionellen Vibe.

Deshalb gibt’s aktuell nur einen kleinen Video-Teaser. Wir testen gerade verschiedene Setups, Kameras und Perspektiven – Step by step.

Warum ich diesen Backgroundcheck mache

Ich merke, dass viele Menschen bei mir sofort in Schubladen springen – wegen Optik, wegen Instagram, wegen “Lifestyle”. Und ich verstehe das sogar: Der erste Eindruck passiert nun mal. Aber genau deshalb wollte ich heute einmal klar sagen, was hinter dem Bild steckt.

Diese Folge ist kein “Trauma-Dump” und keine Lebensbeichte. Ich breite nicht meine komplette Geschichte aus – aber ich gebe dir die Hard Facts, damit du mich besser einordnen kannst.

Wo ich herkomme (und warum das alles geprägt hat)

Ich bin in sehr armen, sehr schwierigen Verhältnissen groß geworden. Ohne finanziellen Rückhalt, ohne stabiles familiäres oder soziales Netz. Da war einfach… nichts. Alles, was ich heute habe, habe ich mir selbst aufgebaut – später dann an vielen Punkten gemeinsam mit meinem Mann.

Und ja: Wenn man mich heute auf Instagram sieht, denken viele automatisch “reich geheiratet” oder “die hat’s halt leicht”. Das ist für mich ein Klassiker – und ehrlich gesagt auch einfach ein Spiegel davon, wie schnell Frauen abgesprochen wird, dass sie selbst etwas erschaffen können.

Schubladen, Optik und der erste Eindruck

Ich kenne das seit der Schulzeit: Wenn du gepflegt bist, wenn du aus dir etwas machst, wirst du schnell in die “Dummchen”-Schublade gesteckt. Und das ist okay – ich kann nicht kontrollieren, wie Menschen denken. Aber ich kann kontrollieren, wie ich damit umgehe.

Mein Punkt ist: Ich will hier ein Sprachrohr, wo es nicht zuerst um Optik geht. Sondern um Substanz. Um echte Erfahrungen. Um Learnings, die man nicht aus einem Pinterest-Quote hat.

Der Wendepunkt: Mit 19 wieder auf Kurs

Irgendwann – so mit 19 – hatte ich diesen Moment, wo ich gemerkt habe: “Kim, jetzt krieg dich wieder ein. Du hattest Ziele, Pläne, Visionen.” Und so wie es lief, würde das nichts werden.

Mir war auch klar: Ich muss Geld verdienen. Ich kann nicht “noch zehn Jahre studieren” und dann irgendwann anfangen. Also habe ich geschaut: Was kann ich machen, was ich halbwegs authentisch vertreten kann – und wo ich schnell eigenständig werde?

Beauty war nicht mein Traum – aber mein smarter Einstieg

So bin ich im Beauty-Bereich gelandet und habe eine Friseurausbildung gemacht – und zwar bei den Besten. Mehrfache Welt-/Europameister, absolute Top-Ausbildung. Danach ging’s schnell: Meister, Selbstständigkeit, gutes Geld. Das war meine erste Etappe.

In der Zeit habe ich auch meinen Freund kennengelernt, meinen heutigen Mann. Er hatte schon immer ein starkes technisches Know-how und hat mein komplettes Marketing gemacht: Website, Social Media, Grafiken. Ich habe die Kampagnen konzipiert, Strategien gebaut – und ich wurde im Raum Köln/Düsseldorf/Bonn richtig gut gebucht.

Warum ich irgendwann “mehr” wollte

Ich habe irgendwann gemerkt: Ich habe fast mehr Spaß daran, mich und mein Business zu vermarkten, als an dem Handwerk selbst. Und irgendwann kommt bei klassischen Dienstleistungen eben eine Grenze – finanziell, zeitlich, vom Wachstum her.

Und genau da kommt ein ganz wichtiger Punkt von mir: Ich bin kein Fan von personalabhängigen Modellen. Sobald du in Dienstleistungen groß wirst, bist du abhängig von gutem Personal. Und diese Abhängigkeit kann dir das ganze Business kaputt machen.

Der Switch zu digitalen Produkten: personalunabhängig, skalierbar, sauber

Deshalb sind wir immer stärker in digitale, skalierbare Modelle gegangen. Wir haben Projekte gebaut, bei denen nicht “mehr Menschen” automatisch “mehr Wachstum” bedeutet.

Eines der großen Themen bei uns waren QR-Code-Lösungen (z.B. Bewertungen, Speisekarten etc.). Und ganz ehrlich: Am Anfang war das jahrelang eine digitale Leiche. Es lief nicht. Fabian wollte es irgendwann vom Markt nehmen, weil es nur Serverkosten verursacht hat.

Und ich habe gesagt: “Warte. Wir sind zu früh. Das kommt.” Dann kam Corona – kontaktlos wurde Standard – und plötzlich sind wir komplett durch die Decke gegangen.

Warum wir gerade in Berlin sind

Später kam ein Kaufangebot aus Berlin. Wir haben verkauft – aber der Kauf ist noch nicht final abgeschlossen. Wir sind für zwei Jahre gebunden, hier vor Ort zu sein, um das Team einzuarbeiten, die Firma weiterzuführen und den Wert weiter zu steigern. Danach wird der Deal final besiegelt.

Und parallel bauen wir natürlich weiter neue Projekte auf – mit genau dem gleichen Ziel: skalieren, stabilisieren, optional verkaufen oder behalten.

Was “Good Life” für mich wirklich bedeutet

Wenn du aus einem dauerhaften Überlebensmodus kommst, ist finanzielle Sicherheit erstmal der Schlüssel, damit dein Nervensystem überhaupt runterfahren kann. Aber: Irgendwann merkst du auch, dass Geld allein nicht glücklich macht.

Wenn du wirklich ein gutes Leben willst, gehört mehr dazu: Gesundheit, ein intaktes Umfeld, ein gesundes Selbstbild – und ja, auch das Aufarbeiten von Dingen, die man mitgeschleppt hat.

Und ich bin da nicht dogmatisch. Ich glaube an ein paar Grundbausteine, die für viele gelten (Schlaf, Bewegung, frische Luft). Aber ich bin kein “Mach X und dann ist es für alle richtig”-Mensch. Good Life hat auch immer mit Individualität zu tun.

Warum “ganzheitlich” nichts mit Esoterik-Schublade zu tun hat

Ganzheitlich bewusst leben heißt für mich nicht, in irgendeine Spiritualitätsrolle zu rutschen. Für mich ist das gesunder Menschenverstand: Wenn du dich für Bewusstsein entscheidest, kannst du dir nicht nur die Rosinen rauspicken. Nicht nur “ein bisschen Yoga”, aber dann im Rest komplett unbewusst leben.

Es geht um das Gesamtbild – und darum, die Dinge zu sehen, die unbequem sind. Genau da beginnt Wachstum.

Wie es mit dem Podcast weitergeht

Ich werde künftig noch stärker auf Real Talk und Live Updates setzen. Das habt ihr am meisten gefeiert – und ich feiere es auch, weil es echter ist.

Außerdem: Es wird jetzt eine Folge pro Woche geben. Früher waren es zwei, als ich frisch Mama war und mehr Luft dafür hatte. Jetzt bin ich wieder stärker im Berufsleben – und ich will, dass es realistisch bleibt.

Und ja: In den nächsten Wochen wird sich am Gesamtkonstrukt noch einiges verändern (Name, Slogan, Bild, Format). Der Podcast wächst – und ich wachse mit.

PS: Wenn du heute auf Instagram schaust…

Im heutigen Instagram Reel bekommst du auch Eindrücke vom Haus. Nur als kleiner Hinweis, falls du dich wunderst, warum da heute “mehr” zu sehen ist. 🙂

Danke, dass du hier bist

Wenn du mir schreiben willst – Themenwünsche, Gedanken, Feedback – dann schreib mir gerne auf Instagram. Ich freue mich wirklich, von dir zu hören.