Kim‘s Realtalk & Lifeupdate: Berlin Kollaps/ Fabian & Ich gehen getrennte Wege / Neue Projekte
Heute ist eine dieser Folgen, in denen ich dich einfach mitten rein nehme – in meinen Kopf, in mein Nervensystem, in unser aktuelles Leben. Kein perfektes Skript, kein “hier sind 5 Tipps”, sondern Real Talk. Weil ich finde: Genau das ist manchmal am wertvollsten.
In dieser Episode spreche ich über drei große Themen, die gerade gleichzeitig bei mir aufschlagen: Berlin-Kollaps, Fabian & ich gehen geschäftlich getrennte Wege und neue Projekte, die jetzt entstehen müssen (und werden).
Hier kannst Du die Folge hören:
1) Berlin-Kollaps: Wenn die Stadt mein Nervensystem überrollt
Ich habe Berlin nie gehasst. Im Gegenteil: Ich mag diese Stadt – und Charlottenburg macht es mir sogar immer leichter, mich hier zuhause zu fühlen. Aber: Berlin ist für mich trotzdem Reizüberflutung in Dauerschleife.
Es ist die Menge an allem: Menschen, Möglichkeiten, Konsum, Werbung, Tempo, Gegensätze. Du fährst morgens los und siehst innerhalb kürzester Zeit Wohlstand, Obdachlosigkeit, Tourismus, Hektik – alles auf einmal. Und auch wenn man “funktioniert”, heißt das nicht, dass das Nervensystem es nicht verarbeitet.
Was es bei uns zusätzlich triggert: Wir konnten früher sehr frei reisen. Tapetenwechsel war unser Ventil. Und genau das geht gerade nur eingeschränkt – nicht, weil wir “angestellt” wären, sondern weil wir vertraglich an Berlin gebunden sind und bis Ende August eine bestimmte Präsenz erfüllen müssen.
Und ja – wenn du dann merkst, dass du eigentlich Ausbrüche brauchst, aber gerade nicht so kannst wie früher, dann baut sich etwas auf. Bei mir äußert sich das als: Ich kollabiere innerlich. Und das ist der Moment, wo ich wieder merke: Ich muss besser auf mich hören – und darf nicht warten, bis es knallt.
2) Warum es bei Social gerade still war (und was mich daran frustriert)
Ich war in den letzten Wochen weniger präsent – und das hängt auch mit diesem Berlin-Modus zusammen. Aber ehrlich gesagt gibt es noch etwas, was mich richtig frustriert: Instagram.
Ich habe das Gefühl, ich stecke dort gerade in einer Sackgasse: Egal wie viel Energie ich reinstecke – es kommt immer weniger zurück. Und wenn ein Kanal dich irgendwann behandelt wie “Spam”, dann verlierst du die Lust.
Ich teile in der Folge auch meine Gedanken dazu, ob ein Neustart (neues Konto / neue Wege / andere Kanäle) vielleicht sinnvoller ist, statt ständig gegen eine Wand zu rennen. Noch ist nichts final – aber ich bin definitiv an einem Punkt, an dem ich neu sortiere.
3) Business-Update: Berlin-Deal, Exit-Druck & warum neue Projekte jetzt Pflicht sind
Wir sind gerade in einer Phase, die man nicht romantisieren sollte: heißer Business-Abschnitt. Unser Berlin-Projekt läuft in Richtung Zielgerade. Es geht darum, Wert zu steigern, sauber zu liefern, das Maximum rauszuholen – weil am Ende der Exit-Preis davon abhängt, wie das Ganze dasteht.
Parallel läuft unsere Full-Service-Agentur weiter – aber natürlich mit weniger Kapazität als früher, weil sehr viel Fokus in dieses Berlin-Konstrukt geflossen ist.
Und jetzt kommt der Punkt, den viele unterschätzen: Wenn du ein starkes Projekt “abgibst”, brauchst du neue Beine. Du willst nicht später an Rücklagen gehen, nur weil du es verpasst hast, rechtzeitig neue Einnahmequellen aufzubauen. Genau deswegen entstehen jetzt neue Projekte.
4) Trommelwirbel: Fabian & ich gehen getrennte Wege – aber wichtig: geschäftlich
Jetzt zu dem Teil, der für manche erstmal nach Drama klingt, aber bei uns sehr sachlich ist: Fabian und ich haben entschieden, getrennte Wege zu gehen.
Und ich sage das ganz klar, damit es nicht falsch verstanden wird: Vorerst geht es nur um Business.
Wir sind als Unternehmerpaar an einem Punkt, an dem wir merken: Das Modell “alles zusammen, eine gemeinsame Struktur, ein gemeinsames Standbein” ist langfristig nicht die beste Lösung. Nicht, weil wir uns nicht mögen. Nicht, weil da Emotionen eskalieren. Sondern weil wir rational sehen: Es ist schlauer, mehrere Beine aufzubauen – getrennt, aber abgestimmt.
Fabian hat seine Stärke im Tech-Bereich. Ich habe meine Stärke in Strategie, Kommunikation, Menschen, Aufbau – und ich merke seit meiner Schwangerschaft sehr deutlich: Ich möchte nicht mehr dieses “wir machen alles gemeinsam”-Ding als Grundstruktur. Ich bin da rausgewachsen. Wir sind da rausgewachsen.
Das ist nicht traurig. Es ist ein erwachsenes Upgrade. Eine neue Phase.
5) Neue Projekte: seriös, solide – ohne Coaching-Schablone
Ich habe richtig Lust, wieder etwas Eigenes zu starten – und zwar so, dass es zu mir passt. Ich werde zuerst online starten, und langfristig sehe ich auch etwas Lokales: ein eigenes Büro, ein cooles Team, eine Struktur, die professionell ist.
Und weil ich weiß, wie Social Media manchmal tickt, sage ich auch das ganz deutlich: Das wird kein Schneeballsystem, kein Multi-Level-Marketing, kein “komm in die Gruppe”-Kram. Das wird etwas seriöses, solides, gesellschaftlich akzeptiertes – etwas, das auf meinen echten Erfahrungen aufbaut.
Ich will meine Erfahrungen weitergeben, aber nicht in diesem “ich bin jetzt Coach”-Style. Eher mit klarer Struktur, seriösen Partnern/Institutionen und einem Konzept, das wirklich trägt. Noch ist nicht alles spruchreif – aber es bewegt sich gerade sehr viel.
Mein Fazit
Diese Folge ist im Kern ein Reset: Ich benenne, was mich überfordert (Berlin), ich benenne, was sich verändern muss (unsere Business-Struktur), und ich benenne, was entsteht (neue Projekte). Es fühlt sich anstrengend an – aber auch richtig. Weil Wachstum selten bequem ist.
Wenn du gerade selbst an so einem Punkt bist, an dem du merkst: “Ich kann so nicht weiter, aber ich weiß noch nicht genau wie”, dann fühl dich gesehen. Manchmal ist der erste Schritt nicht die perfekte Lösung – sondern die ehrliche Entscheidung, etwas zu verändern.
Tags: Berlin, Reizüberflutung, Nervensystem, Charlottenburg, Real Talk, Business Update, Exit, Unternehmerpaar, getrennte Wege, neue Projekte, Selbstständigkeit, Neuanfang
